STATE OF THE ARTS
Gazebo
Isabel Lewis featuring Dirk Bell
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Isabel Lewis featuring Dirk Bell
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Isabel Lewis featuring Dirk Bell

Gazebo SoS (School of Swans) 2020
Open Space
Präsentation der Zeichnung
Courtesy der Künstler*innen

Täglich 11 Uhr, 14 Uhr, 18 Uhr, Di +Mi um 20 Uhr

Isabel Lewis *1981 in Santo Domingo,
Dominikanische Republik

Dirk Bell *1969 in München, Deutschland
Leben in Berlin

Präsentiert mit der Unterstützung von Callie’s, Berlin

Facebook Isabel Lewis
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Isabel Lewis featuring Dirk Bell, GAZEBO SOS (School of Swans), Ausstellungsansicht, Foto: Zöhre Kurc, 2020 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Gazebo SoS 2020 lädt ein, sich der Architektur anzuvertrauen, sich einzulassen, aber vor allen Dingen, den Raum intuitiv zu erfahren. Isabel Lewis will ihr Publikum verführen, auch wenn sie nicht anwesend ist. Sie ist eine Meisterin darin, die sinnliche Wahrnehmung zu schärfen und zu verfeinern, das visuelle Erleben in der Kunst auf alle Sinne zu übertragen. Sie sieht sich in der Rolle der Gastgeberin, die durch die von ihr geschaffenen Räume Entspannung und Wohlbefinden vermittelt und neue Perspektiven öffnet. Multimediale Technologien sind ein fester Bestandteil ihrer performativen Arbeitsweise, ebenso wie ihre lange Kooperation mit der Künstlerin und Geruchsforscherin Sissel Tolaas, der musikalischen Entität LABOUR und der amerikanischen Altphilologin Brooke Holmes.

Für die Bundeskunsthalle arbeitet Lewis mit dem bildenden Künstler Dirk Bell zusammen, indem sie ihren Ausstellungsbereich in einen Aussichtspavillon verwandelt, der an Gartenarchitektur erinnert. Durch das Öffnen der Wände des Oktogons ergeben sich Ausblicke auf die umliegenden Kunstwerke, Sitzmöglichkeiten laden die Besucher*innen ein, zur Ruhe zu kommen, um mit Körper und Geist in Kontakt zu treten.

Bells Werk kann als Kulturkritik in Form einer poetischen Bildsprache verstanden werden. Dieser Ansatz entspricht Lewis’ Bestreben, auf den Ausstellungsort zu reagieren und mit diesem in einen Dialog zu treten. Bell greift die architektonische Sprache des Architekten der Bundeskunsthalle, Gustav Peichl, auf und bezieht sich auf dessen Konzept, in seinem Entwurf „die Demokratie im Herzen Europas“ widerzuspiegeln*, indem er eine achteckige im Boden versinkende Plattform installiert. Eine freistehende Zeichnung erscheint als geisthafte Repräsentation der laufenden schöpferischen Auseinandersetzung performativ im Raum.

Darüber hinaus lädt Isabel Lewis zu einem Workshop-Programm von Künstler*innen ein, mit denen sie das Interesse an Körperwissen teilt: Lou Drago wird in Suspending Time Meditationen mit Musik anleiten, die aus dem Drone- und Minimal-Music-Genre stammen. Auf diese Weise soll versucht werden, mit Hilfe der Meditiation die Zeit aufzuheben. Einen weiteren Programmpunkt bietet Dmitry Paranyushkin, der eine Methode mit der Bezeichnung 8OS entwickelt hat. Seine Workshops basieren auf Körperübungen mit Elementen aus der Kampfkunst Systema, Computer-Techniken, zeitgenössischem Tanz und Improvisationstheater.

Lewis geht es dabei vor allem um die Entfaltung des gesamten menschlichen Sensoriums, als kritische Gegenposition zu den omnipräsenten visuellen Reizen in der heutigen Kultur. In der Idee, den Raum von anderen Künstler*innen/Performer*innen bespielen zu lassen, sieht Lewis eine Chance, die konventionellen Abläufe einer Ausstellung zu hinterfragen. Weiter überlässt sie ihre „Bühne“ unterschiedlichen Formaten, die im begleitenden Vermittlungsprogramm zur Ausstellung stattfinden, z.B. Meet & Speak, Geflüchtete, Migrant*innen und in Deutschland Aufgewachsene entdecken gemeinsam die Ausstellung, oder Hybrid Identities, Hybrid Artworks, ein inklusiver Tanzworkshop.

Miriam Barhoum

Isabel Lewis studierte Literaturwissenschaft, Tanz und Philosophie. Sie arbeitet weit über die Grenzen des zeitgenössischen Tanzes hinaus und entwickelt ihre Arbeiten in einer Vielzahl verschiedener Formate, darunter Lecture Performances, Workshops, Musik-Sessions, Partys und sogenannte „Hosted Occasions“.

Isabel Lewis will ihr Publikum verführen, auch wenn sie nicht anwesend ist.

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* Das markante Gebäude an der ehemaligen „Diplomatenrennbahn““ (A 555) wurde von dem Wiener Architekten Gustav Peichl gestaltet. Es war der heitere, poetische Charakter seines Entwurfs, der aus den 35 Wettbewerbseinreichungen herausstach und die Jury für sich einnahm. Im Juryprotokoll vom Oktober 1986 heißt es: „Das überarbeitete Konzept soll mit dem Neubau der Bundeskunsthalle sowohl funktional als auch gestalterisch die Demokratie im Herzen Europas widerspiegeln.“


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