STATE OF THE ARTS
16. Juni – 16. August
Die Verschmelzung der Künste
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16. Juni – 16. August
Die Verschmelzung der Künste
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Die Verschmelzung der Künste
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Die Verschmelzung der Künste
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Die Verschmelzung der Künste
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Die Verschmelzung der Künste
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Die Verschmelzung der Künste
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Die Verschmelzung der Künste

16. Juni – 16. August

Die Ausstellung präsentiert eines der spannendsten Phänomene unserer Zeit: die Verschmelzung von darstellender und bildender Kunst. Heute bedeutet ein Ausstellungsbesuch immer häufiger, nicht nur neue visuelle Eindrücke zu erwarten. Stattdessen steht ein umfassendes Erleben im Mittelpunkt, das sämtliche Sinne anspricht. Künstler*innen kombinieren Video, Performance, Tanz, Sprache und schaffen auf diese Weise intermediale Werke. Das führt mitunter dazu, dass der Besucher die Gelegenheit bekommt, die distanzierte Haltung des Zuschauers aufzugeben und somit selbst Teil des Werkes wird.

Das Verschmelzen der Künste durch die Auflösung der Gattungsgrenzen ist ein Phänomen in der aktuellen Kunst, das sich bereits in den 1960er-Jahren ausmachen lässt. Unter dem Begriff Intermedia wurde die Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten gefeiert und das Zusammenwirken von Musik, Theater, bildender Kunst und Literatur erprobt. Insbesondere die Fluxus-Bewegung mit ihren Happenings und der Verwendung neuer Medien hat diesen erweiterten Kunstbegriff geprägt. Im Jahr 2020 ist die Entfaltung der künstlerischen Medien in alle denkbaren Bereiche längst gängige Praxis geworden. Die Ausstellung versammelt Werke, die sich spielerisch zwischen den unterschiedlichen künstlerischen Gestaltungsfeldern bewegen, wie etwa performative Skulpturen, Sound-Arbeiten und Installationskunst, aber auch Performances.

Rachel Monosov – The Blind Leader

Die Künstlerin hat mit The Blind Leader eine Installation entworfen, die sich mit den Mechanismen gesellschaftlicher und politischer Kontrolle auseinandersetzt. Wie verschaffen sich Autoritäten Macht über Menschen?

Christian Falsnaes – SOLO

Die Arbeiten von Christian Falsnaes leben von der Aktivierung des Publikums. Immer häufiger sind die Besucher*innen dabei die alleinigen Protagonisten seiner Werke. Der Künstler zieht sich als Akteur zurück und entwickelt Konzepte, die andere ausführen. Ihn interessieren in diesem Zusammenhang Fragen nach Autorität und Hierarchie, nach sozialen Ritualen und der Gruppendynamik, in der Kunst wie auch im täglichen Leben.

Begüm Erciyas – Voicing Pieces

In Voicing Pieces wird die Stimme des Besuchers zum Protagonisten der Inszenierung. In der Intimität einer Kabine, geleitet von einer einfachen Partitur, wird man zum Hörer seiner eigenen Stimme.

Gisèle Gonon – Work With Us

Gisèle Gonon arbeitet intermedial und kombiniert Skulptur, Zeichnung, Video und Sound. Gonon interessiert sich insbesondere für die durch Analogien, Formen, Farben, die Funktion und den sozialen Kontext, dem ein Medium entstammt.

Dries Verhoeven – Songs for Thomas Piketty

Dries Verhoeven arbeitet an der Schnittstelle von Performance und Installation. Er versucht dabei, die Beziehungen zwischen Zuschauern, Performern, dem täglichen Leben und der Kunst zu verkomplizieren.

Simnikiwe Buhlungu – Rolling-A-Joint

Simnikiwe Buhlungu kreiert in ihrer Video-Arbeit Rolling-A-Joint: Revisiting Spike Lee spielerisch audiovisuelle Montagen, indem sie gesprochene und geschriebene Wörter mit Sound kombiniert.

Nora Turato – THANKS, I HATE IT!

In den Performances, Videos und Wandarbeiten von Nora Turato ist die Sprache das zentrale Thema. Sie schreibt und performt Spoken-Word-Gedichte, verwebt Textfragmente aus Werbeslogans und Alltagssprache und reflektiert auf diese Weise die Sprach- und Textkultur der Gegenwart.

Laure Prouvost – Metal Men and Woman

Laure Prouvost kreiert intermediale Installationen, die sich zwischen Fiktion und Realität bewegen. Ob Film, Video, Sound oder Skulptur, stets erzählen ihre Werke ausdrucksstarke Geschichten, wobei sie jedoch nicht dem Muster einer traditionellen, gradlinigen Erzählweise folgt.

David Shrigley – The Artist

David Shrigley setzt Humor und schonungslose Ehrlichkeit als künstlerische Mittel ein. Seine Zeichnungen, Gemälde und Animationsfilme basieren oft auf einem Zusammenspiel von Bild und Text. Seine Skulpturen, Sound-Installationen und Aktionen im öffentlichen Raum vereinen plakative Visualität mit subtilem Witz.

Isabel Lewis featuring Dirk Bell – Gazebo

Gazebo (even if) 2020 lädt ein, sich der Architektur anzuvertrauen, sich einzulassen, aber vor allen Dingen, den Raum intuitiv zu erfahren. Isabel Lewis will ihr Publikum verführen, auch wenn sie nicht anwesend ist.

Hannah Weinberger – We Didn't Want To Leave

Hannah Weinberger studierte an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie 2013 mit einem Master of Fine Arts (Vertiefung Mediale Künste) abschloss. Schon früh in ihrem künstlerischen Werdegang präsentierte sie ihre Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Seit 2013 ist sie im Vorstand der Kunsthalle Basel. Weiter ist sie als Dozentin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel.

Simon Fujiwara – Empathy I

Simon Fujiwara setzt sich mit den Bildern und Narrativen unserer Zeit auseinander. Welche Inhalte bestimmen unsere visuelle Alltagskultur, wie konsumieren und kommunizieren wir mit Hilfe verschiedener Medien? Dabei interessieren ihn vor allem die Geschichten und Strategien, mittels derer sich Individuen wie Gesellschaften definieren und profilieren.

Raphaela Vogel – Tränenmeer

Raphaela Vogel verbindet unterschiedliche, oft konträre Medien und Genres der Kunst auf virtuose Weise. Ihre Installationen vereinen Objekte und Skulpturen mit Videos, in denen sie oft selbst auftritt, singt oder Klavier spielt.
Performative Installation von R. Monosov -
So 12.07.2020, 12 Uhr - 16 Uhr

The Blind Leader von Rachel Monosov

Rachel Monosov hat mit The Blind Leader eine performative Installation entworfen, die phasenweise von Performer*innen aktiviert wird. In der Ausstellung State of the Arts dürfen auch die Besucher*innen in diese Rolle schlüpfen und die Performances selbst übernehmen. Bei The Blind Leader geht es um Mechanismen gesellschaftlicher und politischer Kontrolle. Wie verschaffen sich Autoritäten Macht über Menschen? Die Künstlerin formuliert ihre Perspektive anhand eines Beispiels: „Wenn jemand dich auffordert, gemeinsam auf dem Boden zu sitzen, ist das eine Sache. Wenn dich aber jemand auffordert, dich auf den Boden zu setzen, während der andere über dir steht, ist das eine andere Sache.“

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Performative Installation von R. Monosov -
Sa 18.07.2020, 12 Uhr - 16 Uhr

The Blind Leader von Rachel Monosov

Rachel Monosov hat mit The Blind Leader eine performative Installation entworfen, die phasenweise von Performer*innen aktiviert wird. In der Ausstellung State of the Arts dürfen auch die Besucher*innen in diese Rolle schlüpfen und die Performances selbst übernehmen. Bei The Blind Leader geht es um Mechanismen gesellschaftlicher und politischer Kontrolle. Wie verschaffen sich Autoritäten Macht über Menschen? Die Künstlerin formuliert ihre Perspektive anhand eines Beispiels: „Wenn jemand dich auffordert, gemeinsam auf dem Boden zu sitzen, ist das eine Sache. Wenn dich aber jemand auffordert, dich auf den Boden zu setzen, während der andere über dir steht, ist das eine andere Sache.“

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Performative Installation von R. Monosov -
So 19.07.2020, 12 Uhr - 16 Uhr

The Blind Leader von Rachel Monosov

Rachel Monosov hat mit The Blind Leader eine performative Installation entworfen, die phasenweise von Performer*innen aktiviert wird. In der Ausstellung State of the Arts dürfen auch die Besucher*innen in diese Rolle schlüpfen und die Performances selbst übernehmen. Bei The Blind Leader geht es um Mechanismen gesellschaftlicher und politischer Kontrolle. Wie verschaffen sich Autoritäten Macht über Menschen? Die Künstlerin formuliert ihre Perspektive anhand eines Beispiels: „Wenn jemand dich auffordert, gemeinsam auf dem Boden zu sitzen, ist das eine Sache. Wenn dich aber jemand auffordert, dich auf den Boden zu setzen, während der andere über dir steht, ist das eine andere Sache.“

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Performance von Lou Drago -
Mi 22.07.2020, 19 Uhr - 20 Uhr

Suspending Time: Meditations for accessing alternate space/time in music by Lou Drago

„Musik macht die Zeit hörbar.“
Susanne Langer

Dem Großteil westlicher Musik hören wir üblicherweise innerhalb eines linearen Rahmens zu, erinnern uns an das, was wir schon gehört haben und erwarten das, was als nächstes kommen wird. Oft können wir, ohne ein Musikstück je vorher gehört zu haben, die nächste Phrase anhand dessen erahnen, was die bereits gehörte Musik nahelegt. David Huron erklärt, dass genaues Vorhersagen für uns mit evolutionären Vorteilen verbunden ist und wir deshalb „dafür prädisponiert sind, uns zu freuen, wenn unsere Erwartungen erfüllt werden.“ Diese sofortige Belohnung lockt die Zuhörer*innen in die Falle einer linearen Zeitlichkeit – wenn allerdings die Wiederholung solange andauert, dass die Erinnerung überflüssig wird, wird eine andere Art des Zuhörens möglich.

Jonathan Kramer führte das Konzept der vertikalen Zeit ein, nachdem er eine Aufführung von Erik Saties „Vexations“ erlebt hatte. Kramer war mit dem Gefühl konfrontiert, den Informationsgehalt des Stücks ausgeschöpft zu haben und empfand „Langeweile, ein Gefühl des Gefangenseins durch dieses sich hoffnungslos wiederholende Stück.“ Die Erfahrung der Zeit verlangsamte sich zunehmend, bis zu dem Punkt, an dem sie stillzustehen schien. Aber durch diese Langeweile entdeckte Kramer eine andere Art des Zuhörens. Er war befreit von Überlegungen zu Vergangenheit und Zukunft der Musik und die Gegenwart dehnte sich aus. Plötzlich wurde es möglich, sich in die „vertikale Zeit des Stücks“ zu begeben.

Man kann eine direkte Linie zwischen diesem alternativen Modus des Musikhörens und zahlreichen Praktiken von Meditation und Achtsamkeit ziehen, die der Konzentration auf die Gegenwart eine ähnlich große Bedeutung einräumen. Lou Drago, Host von Transience, sieht die Meditation als eine Methode, das Denken zu vermeiden um eine Zeit lang die Last des Selbst-Bewusstseins und anderer Ängste zu verringern. Im Rahmen des Workshops denkt Drago über verschiedene Arten von Musik nach, die die Erfahrung vertikaler Zeit verstärken können. Zweimal pro Woche wird das Programm mit einer einstündigen Hör-Session beginnen. Die Besucher*innen werden eingeladen, mit der Musik zu interagieren und zu versuchen, eine Aufhebung der Zeit zu erleben. Die Grundannahme ist, dass die beiden Faktoren Meditation und vertikales Zuhören ineinander greifen. Die Erfahrung der vertikalen Zeit kann eine meditative Wirkung haben, allerdings muss man im Grunde bereits meditieren – also von bewussten Gedanken befreit sein –, um die Zeit vertikal erfahren zu können.

Text Lou Drago

Die Teilnahme im Rahmen von „State oft he Arts“ ist kostenlos (mit Ausstellungsticket).

Spontane Teilnahme ist möglich und erwünscht.
(Begrenzte Platzkapazitäten, Zutritt jeweils nach Verfügbarkeit.)

 

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Performance von Lou Drago -
Do 23.07.2020, 12 Uhr - 13 Uhr

Suspending Time: Meditations for accessing alternate space/time in music by Lou Drago

„Musik macht die Zeit hörbar.“
Susanne Langer

Dem Großteil westlicher Musik hören wir üblicherweise innerhalb eines linearen Rahmens zu, erinnern uns an das, was wir schon gehört haben und erwarten das, was als nächstes kommen wird. Oft können wir, ohne ein Musikstück je vorher gehört zu haben, die nächste Phrase anhand dessen erahnen, was die bereits gehörte Musik nahelegt. David Huron erklärt, dass genaues Vorhersagen für uns mit evolutionären Vorteilen verbunden ist und wir deshalb „dafür prädisponiert sind, uns zu freuen, wenn unsere Erwartungen erfüllt werden.“ Diese sofortige Belohnung lockt die Zuhörer*innen in die Falle einer linearen Zeitlichkeit – wenn allerdings die Wiederholung solange andauert, dass die Erinnerung überflüssig wird, wird eine andere Art des Zuhörens möglich.

Jonathan Kramer führte das Konzept der vertikalen Zeit ein, nachdem er eine Aufführung von Erik Saties „Vexations“ erlebt hatte. Kramer war mit dem Gefühl konfrontiert, den Informationsgehalt des Stücks ausgeschöpft zu haben und empfand „Langeweile, ein Gefühl des Gefangenseins durch dieses sich hoffnungslos wiederholende Stück.“ Die Erfahrung der Zeit verlangsamte sich zunehmend, bis zu dem Punkt, an dem sie stillzustehen schien. Aber durch diese Langeweile entdeckte Kramer eine andere Art des Zuhörens. Er war befreit von Überlegungen zu Vergangenheit und Zukunft der Musik und die Gegenwart dehnte sich aus. Plötzlich wurde es möglich, sich in die „vertikale Zeit des Stücks“ zu begeben.

Man kann eine direkte Linie zwischen diesem alternativen Modus des Musikhörens und zahlreichen Praktiken von Meditation und Achtsamkeit ziehen, die der Konzentration auf die Gegenwart eine ähnlich große Bedeutung einräumen. Lou Drago, Host von Transience, sieht die Meditation als eine Methode, das Denken zu vermeiden um eine Zeit lang die Last des Selbst-Bewusstseins und anderer Ängste zu verringern. Im Rahmen des Workshops denkt Drago über verschiedene Arten von Musik nach, die die Erfahrung vertikaler Zeit verstärken können. Zweimal pro Woche wird das Programm mit einer einstündigen Hör-Session beginnen. Die Besucher*innen werden eingeladen, mit der Musik zu interagieren und zu versuchen, eine Aufhebung der Zeit zu erleben. Die Grundannahme ist, dass die beiden Faktoren Meditation und vertikales Zuhören ineinander greifen. Die Erfahrung der vertikalen Zeit kann eine meditative Wirkung haben, allerdings muss man im Grunde bereits meditieren – also von bewussten Gedanken befreit sein –, um die Zeit vertikal erfahren zu können.

Text Lou Drago

Die Teilnahme im Rahmen von „State oft he Arts“ ist kostenlos (mit Ausstellungsticket).

Spontane Teilnahme ist möglich und erwünscht.
(Begrenzte Platzkapazitäten, Zutritt jeweils nach Verfügbarkeit.)

 

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zum gesamten Programm

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T +49 228 9171–200
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*auch an Montagen

 

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